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Pro Material Lausitz auf der STARKe Projekte

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Pro Material Lausitz auf der STARKe Projekte

Bei „STARKe Projekte in der Lausitz – aus der Region, für die Region“ handelt es sich um das jährliche Netzwerktreffen der Vorhaben, die aus dem Bundesprogramm STARK („Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten“) gefördert werden. Die Veranstaltung fand im Jahr 2026 zum vierten Mal statt.

Erfahrungsbericht Pro Material Lausitz – STARKe Projekte in der Lausitz, Schwarzheide 08.10.2026

Rahmen der Veranstaltung

An dem Format nahmen rund 300 Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft teil, sie wurde erstmals von den Ländern Brandenburg und Sachsen gemeinsam im BASF-Kulturhaus in Schwarzheide ausgerichtet. Die Zahl der Teilnehmenden hat sich zum letzten Termin nahezu verdoppelt.

Veranstalter waren die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) und das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL). Die Einladung wurde von Dr. Klaus Freytag, dem Beauftragten des brandenburgischen Ministerpräsidenten für die Lausitz, sowie von Jörg Huntemann, Abteilungsleiter Strukturentwicklung im SMIL, ausgesprochen.

Aus Sicht des Projekts diente die Teilnahme in erster Linie dazu, die additive Fertigung im Werkzeug- und Formenbau als konkreten Beitrag zum Strukturwandel der Lausitz sichtbar zu machen. Zugleich bot der Industriestandort Schwarzheide einen geeigneten Rahmen, um mit Fördermittelgebern, anderen Projektträgern und Unternehmen aus beiden Ländern in einen fachlichen Austausch zu treten.

Programmablauf

Die Veranstaltung begann um 13:00 Uhr mit einem informellen Get-together. Der offizielle Teil wurde um 14:00 Uhr durch Anne Francken, kaufmännische Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH, eröffnet. Im Anschluss sprachen Dr. Mandy Pastohr als Präsidentin des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Ministerin Kathrin Schneider als Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg sowie Staatssekretär Sören Trillenberg vom SMIL Grußworte.

Um 14:40 Uhr folgte die feierliche Übergabe der Förderbescheide. Ab 15:00 Uhr stellten ausgewählte Projektträger aus Sachsen und Brandenburg ihre Vorhaben in Kurzvorträgen vor, die von den drei Ehrengästen kommentiert wurden. Um 16:00 Uhr eröffnete Dr. Pastohr die Ausstellung „STARKe Projekte “, an die sich ein Rundgang mit Gelegenheit zum Austausch anschloss. Nach einem Kulturbeitrag ab 17:00 Uhr endete die Veranstaltung um 19:00 Uhr.

Für die ausstellenden Projekte, darunter Pro Material Lausitz, war insbesondere das Zeitfenster ab 16:00 Uhr von Bedeutung, da die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden in dieser Phase gezielt auf die Projektstände gelenkt wurde.

Inhaltliche Schwerpunkte

Als übergreifende Botschaft der Veranstaltung lässt sich festhalten, dass der Strukturwandel in der Lausitz nach Auffassung der beteiligten Institutionen nur im Zusammenwirken der regionalen Akteure gelingen kann und an tatsächlichen Bedarfen der Region ausgerichtet sein muss.

Im Rahmen der Bescheidübergabe erhielten vier Vorhaben neue Förderzusagen. Hierzu zählten die Geschäftsstelle des NET Zero Valley Lausitz, das Projekt „UNESCO 5 – Die Lausitzer UNESCO-Stätten als Perlen einer nachhaltigen Entwicklung in der Lausitz“, das Smart Mobility Lab der Technischen Universität Dresden sowie das Projekt „TRAIL – Transfer und Innovationen für die Lausitz“. Das Smart Mobility Lab wird nach Angaben der TU Dresden über einen Zeitraum von vier Jahren mit mehr als 5,8 Millionen Euro gefördert.

In den Kurzvorträgen wurden unter anderem Vorhaben zur Wärmetransformation in Spremberg, Hoyerswerda und Weißwasser, zur Entwicklung des Net Zero Valley Lausitz, zum geplanten Einstein-Teleskop, zur touristischen Entwicklung des Lausitzer Seenlandes sowie das Projekt „Jugend bewegt Regionen“ vorgestellt. Die Auswahl verdeutlicht die thematische Breite des Programms, die von Energie- und Wärmeversorgung über Forschungsinfrastruktur bis zu Tourismus und Jugendbeteiligung reicht.

Die Präsidentin des BAFA hob in ihrem Grußwort hervor, dass diese Breite bewusst gewählt sei, um den unterschiedlichen Bedarfen der Regionen gerecht zu werden. Ministerin Schneider betonte, dass die geförderten Vorhaben auf reale Bedarfe reagieren und wirtschaftliche Chancen eröffnen sollen. Staatssekretär Trillenberg charakterisierte STARK als Programm, das nicht nur Einzelvorhaben finanziere, sondern die Voraussetzungen dafür schaffe, dass aus vielfältigen Ideen tragfähige Entwicklungen entstehen.

Nach den im Rahmen der Veranstaltung veröffentlichten Zahlen wurden in der brandenburgischen Lausitz bislang 59 STARK-Projekte mit einem Gesamtvolumen von 180,6 Millionen Euro bewilligt. Im sächsischen Teil des Lausitzer Reviers belaufen sich die Bewilligungen auf 93 Projekte mit insgesamt 146 Millionen Euro.

Für Pro Material Lausitz sind diese Aussagen insofern relevant, als die Leitlinien der Wirtschaftsregion Lausitz von STARK-Projekten messbare Ergebnisse, eine über einzelne Kommunen hinausgehende regionale Wirkung und tragfähige Partnerschaften verlangen. An diesen Kriterien wird sich auch die Bewertung des Projekts in seiner Abschlussphase orientieren.

Präsentation des Projekts Pro Material Lausitz

Pro Material Lausitz präsentierte sich im Rahmen der Projektausstellung, die ab 16:00 Uhr den zentralen Ort für Rundgang und fachlichen Austausch bildete. Das Projekt verfolgt das Ziel, Werkstoff-, Design- und Prozesslösungen der additiven Fertigung in den Werkzeug- und Formenbau der Lausitz zu überführen.

Inhaltlich stand am Stand die Frage im Vordergrund, welche Ergebnisse bereits erzielt werden konnten. Mit über 500 angesprochenen Firmen, über 80 Firmenberatungen, 15 Workshop´s, über 50 Lerninahlten, 5 initiiereten F&E Anträgen und 2 Demonstratoren, ist Pro Material Lausitz auf einem erfolgreichen Weg. Darüber hinaus wurde der transferorientierte Ansatz des Projekts erläutert, der Erprobung, Workshops und die Begleitung von Unternehmen bei der Implementierung umfasst. Als Perspektive über die Projektlaufzeit hinaus wurde das aus dem Vorhaben hervorgegangene Ökosystem Manufacturing Consortium vorgestellt und live vor Ort gedruckt.

Mit dabei waren Dr. Udo Krause (IFW), Prof. Dr.-Ing. Sebastian Scholz (IWU), Dr. Olga Shuleshova (IFW), Dipl.-Wirtsch.-Ing. (BA) Stephan Skiba (HSZG), M.A. Nikhil Maniyanthotil (HSZG) und die Koordinatoren Nadja Busch und Marco Neumann.





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